Geschichte des Karate

„ALLE KAMPFKÜNSTE UNTER DER SONNE BEGANNEN IM SHAOLIN“

 

Ursprung

Die Geschichte des Goju-Karate

Was ist JKF Goju-Kai/Kenbukan?

Mönch Boddhidarma

Miyagi Chojun

Tetsuo Tabata (6.Dan JKF-Goju-Kai), Shozo Ujita  (10.Dan JKF-Goju-Kai) und
Stanko Kumer (6. Dan JKF-Goju-Kai)

Ursprung

 

Die Anfänge  in China

477 n.Chr. wird am Shongshan, einer der 5 heiligen Berge Chinas, das Shaolinkloster gebaut.
525 n.Chr. kommt der indische Mönch Boddhidarma (28. Nachfolger Buddhas) ins Shaolinkloster und unterrichtet den Zen-Buddhismus (Meditation) und gymnastische Kampfübungen (die 18 Hände des Lo-han).
Diese 18 Übungen gelten h
eute als der Ursprung sämtlicher nachher entstandener Kampfkunstsysteme.
Nach dem Tod von Boddhidarma werden seine Kampfübungen weiterentwickelt und das Chuan-fa entsteht.
Chuan-fa ist die Methode der Faust und das später weitverbreitete
Kung-fu.

Übers Meer nach Okinawa

In der Sui-Dynastie 560-618 hat China zum ersten Mal Kontakt mit Okinawa. In einem Zeitraum von 800 Jahren bis zur Ming-Periode (1368) wandert die chinesische Kampfkunst (Chuan-fa) nach Okinawa. Dies wird besonders 1392 deutlich, als der chinesische Kaiser eine große Anzahl von Kaufleuten und Künstlern Okinawa zum Geschenk machte. (unter diesen waren auch viele Chuan-fa-experten)

Vom To-de zum Kara-te

1479 werden in Okinawa jegliche Waffen verboten. Als Konsequenz entstehen, unter strengster Geheimhaltung zwei Selbstverteidigungsschulen:

  1. Tode (Mitglieder des Adels; reine Techniken, Energielenkung und Geisteskontrolle)
  2. Kobudo (Bauern; einfache Geräte als wirkungsvolle Waffe)

1609 besetzt Japan Okinawa. Um sich gegen die japanischen Samurai wehren zu können, werden immer effektivere Techniken entwickelt. Das Chuan-fa und die Techniken des Tode vermischen sich. Das Okinawa-Te entsteht.
Die Kampfkunst Okinawa-Te gilt als Mittelstufe von Chuan-fa (China) zu Karate (Japan).

1724 legen sich die Spannungen auf Okinawa und es kommt zum Waffenstillstand.
1871 wird Okinawa an Japan gegliedert.
1905 wird Okinawa-Te offizieller Teil des Unterrichts an den Schulen Okinawas und später auch in Japan.

1921 kommt das Okinawa-Te durch Gichin Funakoshi nach Japan. Nach ihm gehen weitere Meister aus Okinawa nach Japan, um diese Kampfkunst zu verbreiten und gründen ihre eigenen Stile.

1935 wird das Okinawa-Te durch "Gichin Funakoshi" offiziell in Karate umbenannt.


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Die Geschichte des Goju - Karate

 

Die Wurzeln des Goju-Ryu-Karate-Do liegen auf der Insel Okinawa. Die zentrale Persönlichkeit war der aus Naha stammende Kanryo Higashionna (1853-1916). Sein bedeutenster Schüler war Miyagi Chojun (1888-1953), der eigentliche Begründer des Goju-Ryu.

(GO=hart, äußerlich; JU=weich, innerlich = Vereinigung von Muskel und innerer Kraft)

Die Bezeichnung Goju-Ryu wurde aus den acht Epen der chinesischen Fäuste gewählt.

Von 1929-1935 unterrichtete M. Chojun an der Ritsumaikai Universität in Kyoto. Zu seinen Schülern gehörten G. Yamaguchi, Shozo Ujita, K. Uchiage und T. Kizaki. Nach M. Chojuns  Rückkehr nach Okinawa gründeten die oben genannten Karatepioniere die

„ALL JAPAN KARATEDO FEDERATION GOJU-KAI“. Zweiter Präsident war Shozo Ujita.

 

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Was ist JKF Goju-Kai/Kenbukan?


JKF Goju-Kai?


Das original JKF Goju-Kai wurde im Jahre 1950 unter dem ersten Präsidenten Gogen Yamaguchi gegründet. Mit der Gründung der Japan Karatedo Federation am 2. April 1972 haben Shihan Shozo Ujita und andere diese Organisation in JKF Goju-Kai umgewandelt. Karatedo in Okinawa kann prinzipiell in zwei Gebiete aufgeteilt werden, Nahate und Shurite. Die populärste Schule von Nahate ist Goju-Kai, mit Ursprüngen im chinesischen Nanpa Shorin-ken. Im Jahre 1930 gründete Sensei Miyagi Chojun seine Schule mit dem Namen "Goju-ryu". Damit zitierte er eine Zeile aus dem "Bubishi", ein traditionelles Buch des Shorin-ken Hakkaku-mon in der Provinz Fujian, China. Im August 1973 wurde zu Ehren des 20. Todestages von Sensei Chojun Miyage ein Turnier auf Okinawa veranstaltet. Am 21. August 1983 wurde zu Ehren des 30. Todestages ein weiteres Turnier auf Okinawa ausgerichtet.

Miyagi Chojun führte moderne Gesichtspunkte in die konventionelle Meditation und in das Gesundheitsprogramm ein. Er entwickelte Junbi Undo / Vorbereitunsübungen zur Verbesserung der Gesundheit; Hojo Undo, Ergänzungsübungen, die mit traditionellen Trainingshilfsmittel aus natürlichen Materialien wie Holz, Eisen und Steinen ausgeführt werden. Er hat ein rationales Trainingssystem entwickelt. Junbi Undo and Hojo Undo werden noch immer unverändert praktiziert.

Die Basis-Kata Sanchin, Kaishu oder Offene-Hand Kata Gekisai 1 und 2, Heishu oder Geschlossene-Hand Kata Tensho, authentische Kata von Kanryo Higaona Sensei wie Saifa, Seiyunchin, Shisochin, Sanseiru, Seipai, Kururunfa, Seisan und Suparinpei werden unterrichtet. Im November 1974 wurden 4 Basis Kata (Sanchin, Tensho, Saifa und Seiyunchin) ausgewählt und durch das JKF Goju-Kai standardisiert. 1980 wurden die restlichen 8 Kata (Gekisai 1 and 2, Shisochin, Sanseiru, Seisan, Seipai, Kururunfa and Suparinpei) festgesetzt.

Es wird gesagt, daß die Sanchin die Basis-Kata des Goju-Ryu ist, um "Ki, Soku und Tai" (Energie,
Geist und Körper), die notwendigen Faktoren der Kampfkünste, zu lernen. Außerdem ist dies eine Kata, um korrekte Atmung und Körperhaltung für starke Angriffs- und Verteidigungstechniken zu lernen. Der Begründer Chojun Miyagi studierte die Kata Rokkishu aus dem chinesischen Boxen Nan-ha Shorin-ken Hakkaku-ken und entwickelte auf dieser Basis die Kata Tensho als Heishu Kata. Das Ziel der Tensho ist es, wie bei der Sanchin "Ki, Soku und Tai" zu üben, wobei etliche Abwehr- und Angriffstechniken mit Shotei (Handballen) ausgeführt werden.

Kenbukan?

1945 gründete M.Chojungs Schüler Shozo Ujita (1917-1989) sein erstes Dojo in Wakayama und nannte es
KENBUKAN ( KEN = Faust ; BU = Bushido = Weg des Kriegers; KAN =Haus. Tempel).
Das Karate aus dem KENBUKAN lehrt und betreibt das offizielle Karate des J.K.F Goju-Kai. Ende der 60er Jahre verließ Yamaguchi aus persönlichen Gründen den J.K.F. Goju-Kai und gründete einen eigenen Verband, die IKGA (Internationale Karate-Do Goju-Kai Association), welcher heute sein Sohn Goshi vorsteht. Die Richtung von Yamaguchi entwickelte sich zu einem reinen Familienstil. Beide Organisationen haben aber fast das gleiche Symbol, welches sich nur durch die Fähnchen an der Yamaguchi -Faust unterscheidet. Nach dem Weggang von Yamaguchi von J.K.F.Goju-Kai wurde 1969 Shozo Ujita (9. Dan) Präsident des J.K.F Goju-Kai. Der japanische Sportverband ist Mitglied der F.A.J.K.O. (Federation of All Japan Karate -Do Organisations) und diese ist wiederum Mitglied des Karateweltverbandes (W.K.F.). Sh.Uchita, der gleichzeitig KENBUKAN-Präsident war, begleidete das Präsidentenamt im Goju-Kai bis zu seinem Tod 1989.
1981 bekam Stanko Kumer (Neutraubling) von Großmeister Ujita die urkundliche Genehmigung, in Deutschland das 34. Kenbukan-Dojo zu eröffnen. Darüber hinaus ist St. Kumer (6.Dan J.K.F.Goju-Kai ) der offizielle Vertreter des J.K.F.Goju-Kai in Deutschland. In der Zwischenzeit tragen fast alle Karatevereine, welche nach den Richtlinien des Kenbukan- Hombo-Dojo und des J.K.F.Goju-Kai trainieren, den Namen "KENBUKAN".

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